Während grosse Unternehmen regelmässig CRM-Systeme einsetzen, ist der Einsatz eines CRM bei kleinen Unternehmen kaum vorzufinden. Der Vertrieb und das Marketing werden meist "halbmanuell" mit Hilfe von E-Mail-Programmen, Excel-Listen, Terminsoftware und anderen Tools organisiert. Dabei ist genau die Integration solcher Funktionen die Stärke eines CRM-Tools. Mit Hilfe von CRM können Unternehmen Kundendaten speichern, Notizen hinzufügen, Termine mit diesen Kunden verwalten oder Marketing- und Vertriebsaktionen planen und durchführen. Die integration mit gängigen Tools wie Microsoft Outlook oder das Versenden von E-Mails sind dabei ein "Muss" für eine brauchbare CRM-Software.
Geeignete Systeme gibt es reihenweise. Für unterschiedliche Betriebssysteme, für den einzelnen Arbeitsplatz, Mehrplatz-Lizenzen in einem Netzwerk oder web-basierte Lösungen. Wer alleine arbeitet und ausserhalb des eigenen Büros keinen Zugriff auf Kundendaten braucht, ist sicherlich mit einer Einzelplatzlösung gut beraten. Wer allerdings flexibel von überall auf das System zugreifen will und möglicherweise auch Zugriffe durch mehrere Personen braucht, sollte auf eine web-basierte Lösung zurückgreifen.
Dem Interessenten präsentieren sich trotz dieser ersten Einschränkung trotzdem noch zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Opensource-Systeme stellen sich dabei zwar oft auf den ersten Blick sehr kostengünstig dar (keine Anschaffungskosten für die Software) – Anpassungen an das Unternehmen sind aber typischerweise trotzdem notwendig. Aus diesem Grunde ist in den meisten Fällen trotzdem mit Kosten zu rechnen.
Existenzgründer bis zu fünf Jahren nach Existenzgründung profitieren jedoch von einem entscheidenden Vorteil: Während Anschaffungskosten (Lizenzkosten) nicht mit Hilfe von Gründercoachings abgerechnet werden können, kann die Beratung im Hinblick auf die Einrichtung und Handhabung einer CRM-Lösung sehr wohl mit Hilfe von Gründercoachings abgewickelt werden. Nutzt also ein kleineres Unternehmen mit Hilfe eines geförderten Coachings eine Opensource-Lösung, kommt das Unternehmen zu Beginn kostengünstig weg. Unter Umständen fallen jedoch spätere Folgekosten an - denn letztlich ist die Gründungsförderung zeitlich begrenzt.
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