Informieren Sie sich zuerst über Ihre Zielkundengruppe(n). Dazu gehören beispielsweise Kenntnisse über deren Qualiätsbewusstsein, über deren Zahlungsbereitschaft, über deren Mediennutzung und über die Lebenseinstellungen der Kundengruppe(n). Berücksichtigen Sie in jedem Fall, dass die Zielkundengruppe immer aus den Personen besteht, die die Kaufentscheidung treffen oder beeinflussen. Wer einen Businessplan für einen Pflegedienst schreibt, ist gut damit beraten, sich über die Eigenheiten der Familienmitglieder - die Kinder der Pflegebedürftigen - zu informieren. So sind 75jährige nicht gerade die grossen Internet-Surfer; bei deren Kindern um die 40 oder 50 sieht es da schon ganz anders aus. Stellen Sie die Ergebnisse Ihrer Recherchen in einem kurzen Überblick zu Anfang des Abschnitts Marketing und Vertrieb im Businessplan dar.
Wenn die Zielkundengruppe ausreichend betrachtet wurde und klar ist, wie sich Ihre Wettbewerber positioniert haben, können Sie sich an die Festlegung konkreter Massnahmen machen. Behalten Sie dabei immer im Blick, was Sie tun wollen, um sich von Ihren Wettbewerbern abzugrenzen. Ein konzept, dass keinerlei Alleinstellungsmerkmale aufweisen kann, wird schwierig umzusetzen. Echte Innovation ist derweil allerdings selten - schliesslich gibt es schon fast Alles und in dieser Situation kommt der Marktabgrenzung immer grössere Bedeutung zu.
Schreiben Sie einfach auf, welche Massnahmen Sie geplant haben und warum Sie diese Massnahmen geplant haben. wichtig ist auch eine Planung bezüglich des Budgets, das Sie hierfür aufwenden wollen. Beim Marketing wird häufig geknausert - und das ist Sparsamkeit an der falschen Stelle. Trennen Sie Ihr Marketing-Budget in Anlaufkosten und laufende Marketing-Kosten. Das macht die Finanzplanung am Ende deutlich einfacher.
Wenn Sie beispielsweise einen Businessplan für einen Online-Shop schreiben, sich nur oberflächlich mit der Erstellung von Webseiten auskennen und auch das Thema Internetmarketing nur oberflächlich beherrschen, wird man Ihnen nicht glauben, dass Sie lediglich die monatlichen Kosten für den Betrieb eines Shops haben werden. Geld verdienen kann in diesem Bereich nur, wer genau weiss, wie es geht oder wer Hilfe an Bord holt. Eine solche Hilfe kostet nun einmal etwas und diese Kosten müssen sich im Businessplan finden.
In Sachen Vertrieb müssen Sie entscheiden, ob Sie Ihre Leistungen selbst vertreiben wollen oder ob Sie hierfür mittler (Kooperationspartner, Handelsvertreter) einsetzen wollen. Viele Gründer gehen automatisch davon aus, dass sie den kompletten Vertrieb selbst übernehmen müssen. In manchen Fällen ist es jedoch eine Überlegung wert, diesen in andere Hände zu geben. Dabei ist das Risiko häufig nicht sonderlich hoch, da Handelsvertreter auf Provisionsbasis bezahlt werden. Welche Pläne Sie hierzu hegen, sollte im Businessplan deutlich werden. Planen Sie, den Vertrieb durch andere erledigen zu lassen, sollten Sie begründen, warum Sie dies tun und welche Kriterien für Ihre Vertriebspartner gelten sollen.
In aller Kürze das Allerwichtigste über die Erstellung, Vorbereitung und Präsentation eines Businessplanes lernen: Der Schnellkurs in Sachen Businessplan. So lernen Sie, was wirklich wichtig ist.
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