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Existenzgründung im Web 2.0 - Seite 5

Existenzgründung im Web 2.0

Marketing im Web2.0 - Virales Marketing und Syndication als Beispiel

Das virale Marketing ist, was es schon sagt: ansteckend. Eine Kampagne im Rahmen des viralen Marketings ist üblicherweise so aufgebaut, dass ein Anbieter auf einer Webseite etwas aussergewöhnliches integriert oder anbietet. Das kann eine kleine Anwendung sein, kostenlose Downloads, ein besonders interessanter Bericht oder was auch immer. Die Existenz dieses besonderen etwas wird dann auf Foren oder anderen Webseiten verbreitet, bei denen man darauf hofft, dass sich die Sache innerhalb kürzester Zeit herumspricht; sei es durch Blog-Schreiber, durch interessierte Leser, die ihren Freunden und Bekannten den Link senden oder durch Communities, in denen es sich herumspricht.

Der Effekt: Viele Seitenbesucher innerhalb kürzester Zeit - aber nur, wenn es funktioniert und gut angenommen wird. Wer nicht gut vorbereitet ist und Massnahmen trifft, um diese Seitenbesucher in langfristige Fans zu verwandeln, der erzeugt mit hilfe des viralen Marketings zwar kurzfristig Erfolge, wird aber langfristig nicht überzeugen können.

Ein gutes Beispiel für diesen "Ansteckungseffekt" ist der Bastler einer Kamera, die er seinem Kater umgehangen hat. Diese Kamera löste alle paar Minuten ein Bild aus und es entstand eine Fotoserie darüber, was der Kater namens Mr. Lee so treibt, wenn er sich aus dem Haus macht und durch die Lande streift. Die CatCam hat es sogar bis zu Spiegel Online geschafft und Kater Mr. Lee ist ein echter Star im Netz.

Sehr deutlich werden die Unterschiede im Netz gegenüber klassischem Marketing auch, wenn man den Begriff "Syndication" näher betrachtet. Beim "Syndication" wird der Content (Seiteninhalt), der sich auf einer Webseite findet, im Netz verbreitet. Ergänzende Texte oder Bilder kommen dabei auf anderen Seiten unter. Diese anderen Seiten sind meist stark besucht oder bieten aufgrund eines hohen Googlepagerank (tm) eine gute Basis für die Suchmaschinenoptimierung. Je stärker die Verbreitung einer Seite im Netz ist, desto mehr kann ein Seitenbetreiber auf Seitenbesucher hoffen.

Syndication funktioniert auf vielen Wegen: über Kooperationen mit anderen Plattformbetreibern, über die Kontaktaufnahme im persönlichen Umfeld zu anderen Seiten- oder Plattformbetreibern und über Plattformen, die die Sammlung von Informationen professionell betreiben (beispielsweise Webnews). Das schöne daran: Die Verbreitung von Seiteninhalten kostet keinen Cent; bringt Seitenbesucher und stärkt die Google-Position und: Jeder kann mitmachen. Der redaktionelle "Filter" klassicher Medien wird einfach durch die Einschätzung der Leser ersetzt und schliesslich sind es ja die Leser, die die Entscheidung treffen sollten.

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