Existenzgründung mit "Bio" - Seite 1
Eine erfolgreiche Existenzgründung im Handel oder in der Herstellung von Produkten, die biologischen Standards entsprechen, will gut überlegt sein. Der markt der Bioprodukte ist im Wandel: Fast jeder Discounter bietet Biowaren; auch Drogeriemärkte und andere führen Bioprodukte ein. Unter dieser Situation leiden vorwiegend kleinere Bioläden mit breitem Produktprogramm. Viele Bioläden müssen aufgeben, weil der Umsatz nicht mehr stimmt und weil Kunden abwandern.
Auch im Rahmen einer Existenzgründung müssen Fallstricke vermieden werden, sonst gerät der Gründer schnell in die gleiche Situation wie mancher schlecht laufende Bioladen. Wer ein gutes Konzept hat, darf sich allerdings über beste Chancen und hohe Gewinnspannen im boomenden Bio-Bereich freuen.
Zusammenfassend sollte sich jeder, der mit einer Existenzgründung im Bereich der Bio-Produkte, gut mit der Marktlage beschäftigen und das eigene Angebot entsprechend auf- und ausbauen. Es ist für jeden, der im Bio-Bereich gründen will, immens wichtig, sich mit der Zielkundengruppe der Bio-Käufer zu beschäftigen. Wer hochwertige Biowaren kauft, verdient meist überdurchschnittlich, hat einen hohen Bildungsstand und kauft mit grosser Kennerschaft. Mit anderen Worten: Diese Kunden sind anspruchsvoll - aber sie geben für Produkte, die ihren hohen Qualitätsvorstellungen entsprechen, gerne eben auch mehr aus.
Genau diese hohen Qualitätsansprüche der Kundschaft und die Zahlungsbereitschaft potentieller Kunden für die hohe Qualität macht eine Existenzgründung im bereich der Bio-Produkte attraktiv:
Gewinnspannen im Handel sind höher als im "normalen" Handel. Viele landwirtschaftliche Betriebe können nur mit Bio-Produkten heute noch Preise erzielen, die die Kosten der Landwirtschaft decken können. Aber nicht nur die Hersteller und Händler von Lebensmitteln, sondern auch andere Branchen wie beispielsweise die Hersteller von kosmetika, pharmazeutischen Produkten, Backwaren und anderen profitieren vom Trend zu Bio.
Darüber hinaus ist heute nicht nur Bio gefragt. Vielmehr kann der potentielle Käufiger ökologischer Produkte als verantwortungsbewusster Käufer verstanden werden. Dazu gehören dann auch andere "korrekte" Produkte wie beispielsweise Möbel aus Hölzern, die nicht aus illegalem Holzschlag stammen oder Spielzeuge, die keine gesundheitsschädliche Chemie enthalten oder auch verbrauchsarme Fahrzeuge und ähnliches. So ist aus dem alten Begriff "Bio" eigentlich viel mehr entstanden, als sich mit dem Wort "Bio" erfassen lässt.
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